Drachenboottouren

Drachenboottouren? Was ist das?

Unser Hobby ist der Drachenbootsport, den wir im WSV "Am Blauen Wunder" e.V. aus Dresden seit 2001 betreiben.

Die Geschichte der "Drachenboottouren" geht auf das Jahr 2004 zurück, als unser Team, die LustigePaddelGesellschaft, zu einem Trainingslager im Spreewald war. Auf dem Heimweg machten wir einen Badestop am Badesee in Kittlitz und natürlich kamen dabei auch wieder ganz spezifische "Drachenbootprobleme" zur Sprache. Also z.B. welche Regatten und Wettkämpfe nimmt man in die Planung auf, wie bekommt man dazu ausreichend Meldungen im Team und wie bereitet man sich dann im Training auf genau diesen Wettkampf vor.

Einer der Badegäste schlug vor, doch einmal eine eher "exotische" Regatta in Angriff zu nehmen, um etwas Schwung in den Laden zu bringen: das Internationale Drachenbootfestival in San Franzisco. Nun hat man schon immer Probleme, ausreichend Teilnehmer im eigenen Team selbst für eine Regatta auf dem Dorfteich nebenan zu begeistern: die LustigePaddelGesellschaft macht da keine Ausnahme. Es war also klar, das ein Start in San Francisco nur mit der Unterstützung anderer Drachenboot - Verrückter möglich ist und so haben wir begonnen, bei jeder der folgenden Regattateilnahmen der LPG Flyer dazu auszulegen und Leute vollzuquatschen. 2005 fand dann in Berlin Grünau die Drachenboot - Weltmeisterschaft statt und ich war als Volunteer/ Race Official mit dabei. Es waren wirklich tolle Wettkämpfe und eine schöne Zeit - und ausreichend Drachenboot - Verrückte waren auch vor Ort ;-)

Jedenfalls hatten wir es 2006 tatsächlich geschafft, ein Team für San Francisco zusammenzutrommeln. Die Teilnehmer dazu kamen aus Berlin und Riesa, aus Duisburg und Dresden - von (damals) Fun - Paddlern bis hin zu Sportlern, die bereits internationale Starts im Drachenboot erlebt hatten.

Unsere Erfahrungen aus diesen Reisen und die "Erkenntnisse" rund um die CCWC 2008 führten uns zur Gründung des Reiseveranstalters TobaTours in 2008.

 

2001 treten wir in den Wassersportverein „Am Blauen Wunder“ e.V. in Dresden ein und werden Mitglieder der Lustigen PaddelGesellschaft (LPG), einem Drachenboot- Fun Sportteam, das seit 1997 besteht. In den Folgejahren nehmen wir mit der LPG an vielen Regatten teil. Darunter sind "lokale" Veranstaltungen in Dresden und Sachsen, aber auch Schwerin, Prag, Danzig und der Armadacup in Bern sind regelmäßige Events.

2004

2004 ist die LPG im Spreewald zu einem „Trainingslager“ und ich steuere das erste Mal ein Drachenboot durch die Kanäle. Auf dem Heimweg kommt von Volker Thiele am Baggersee in Kittlitz der Vorschlag, doch einmal zum Internationalen Drachenbootfestival nach San Francisco zu fahren. In der Folgezeit quatschen wir überall Paddler bei unseren Regatten voll und verteilen Flyer dazu: für einen Start in San Francisco benötigt man schon ein paar Drachenboot-Verrückte.

2005 werde ich Teamchef der LPG und fahre als Volontär und Race Official zur Drachenboot – Weltmeisterschaft nach Berlin. Es sind wirklich tolle Wettkämpfe und ein paar Drachenboot-Verrückte sind auch dabei.

2006

2006 ist das Boot komplett, mit Sportfreunden aus Riesa, Berlin, Duisburg und Dresden fliegen wir nach San Francisco und starten dort als „United German Dragons“. Wir belegen Platz 10 von fast  140 teilnehmenden Mannschaften und machen in kleinen Gruppen im Anschluss daran die Nationalparks von Kalifornien, Utah und Nebraska unsicher. Die gesamte Reiseabwicklung dazu macht das Reisebüro travelinstinkt: also ich.

Ebenfalls 2006 werde ich von den Elb Meadow Masters, einem sportlich sehr erfolgreichem Senior-Mixed-Drachenbootteam unseres Vereins gebeten, die Wettkampfteilnahme an der CCWC (Club Crew World Championships) in Toronto zu organisieren. Zusammen mit Sportfreunden aus Magdeburg und Jena fliegen ca. 60 Personen nach Kanada, wir starten im Bereich Senior Mixed und Senior Open. Auf’s Treppchen schaffen wir es gegen die starken US und kanadischen Mannschaften leider nicht, liefern uns aber tolle Rennen mit unseren Lieblingskonkurrenten, den Uhus aus Schwerin. Wir erkunden gemeinsam die Stadt und Umgebung von Toronto/ Niagara Falls und fliegen mit ca. 30 Personen anschließend nach Vancouver weiter, wo wir 10 wunderschöne Tage in British Columbia mit Wandern, Rafting und gemeinsamen Grillabenden am See von Whistler verbringen.

Nur wenige Tage nach der Rückkehr aus Kanada geht es nach Prag, wo ich im Boot der deutschen Senior-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Drachenboot sitze. Als Unterkunft für die Mannschaft habe ich das Botel Racek gebucht, das genau auf der Ziellinie der Wettkampfstrecke auf der Moldau liegt. So können wir entspannt die Rennen vom Biergarten auf dem Oberdeck unseres schwimmenden Hotels aus verfolgen und laufen startbereit und entspannt immer erst wenige Minuten vor unserem eigenen Start die 300m zur Regattastrecke. Das 2000m Verfolgungsrennen findet im Stadtzentrum, die Wende im quirligen Wasser unter der Karlsbrücke statt. Leider reicht es am Ende nur für Platz 4 – das russische Nationalteam ist einige wenige Sekunden schneller.

2007

2007 findet die ECCC ( European Club Crew Championchions) in St. Petersburg statt. Für die Sportler, Familienangehörige und „Groopies“ aus Dresden und Magdeburg (insgesamt ca. 130 Personen) organisiere ich Anreise, Übernachtung und „Rahmenprogramm“. Die Air Berlin Maschine nach Petersburg ist fest in unserer Hand: 90 von 128 Plätzen im Airbus belegen wir. Noch auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel ziehen sich die Paddler im Bus um: das erste offizielle Training findet knapp 3h nach unserer Landung statt. Von unserer Agentur in Russland erhalte ich 2kg goldgänzende Metrojetons, unser gemeinsames Hotel ist direkt am Newski Prospekt – über der Metrostation gelegen. 30min später sind wir auf der Kirow Insel im Norden der Stadt an der Newa und suchen die Regattastrecke. Wir finden eine 2km lange Baugrube hinter rostigem Maschendrahtzaun, nichts deutet auf einen internationalen Wettkampf hin. Nach einiger Zeit kommen 3 uralte Drachenboot-Splitboote, weder die Steuer noch die Sitze der Trommler sind befestigt. Mich (unser Steuer) retten 3m Strick, die ich immer in der Paddeltasche habe, andere Teams behelfen sich mit Draht aus dem Maschendrahtzaun. Am Ende der ECCC ist endlich die Regattastrecke ausballoniert und es gibt auch einen Steg, das Motorboot der Schiedsrichter fährt allerdings auch bis zum Ende der Veranstaltung nicht. Die organisatorische Katastrophe des Wettkampfes wird durch 1* Gold über 2000m und 2* Silber für die Elb Meadow Masters abgemildert, dazu kommen die tollen Erlebnisse in der Eremitage, Zarskoje Selo und Petershof. Direkt vor unserem Hotel steht ein Imbiss Pavillon, jeden Abend treffen sich die Paddler aus Magdeburg und Dresden auf ein oder mehrere „Baltika“ Bier und diskutieren den Wettkampf und die lausige Organisation. Am Ende des Jahres wird bei den Elb Meadow Masters über die Teilnahme an der CCWC in Penang/ Malaysia im August 2007 nachgedacht. Das Debakel von Petersburg motiviert nicht gerade, schließlich ist Malaysia ein paar Meter weiter von Dresden entfernt als Russland.

Die Nationen - Weltmeisterschaft der Drachenboote findet 2007 in Sydney, genauer in Penrith, einem kleinem Ort in den Blue Mountains statt. Auch hier liegt die Organsiation der Anreise und des "touristischen" Rahmenprogramms für einen großen Teil des Senioren - Nationalteams mit Begleitung (knapp 40 Personen) in meinen Händen. Auf meine Frage, was man sich denn neben der Regattastrecke noch so in Australien ansehen möchte, erhalte ich die Antwort: Sydney + Oper, ein bisschen Ayers Rock und das Outback und natürlich das Great Barrier Reef im Norden bei Cairns. So wurde es umgesetzt.

2008

Anfang 2008 bin ich auf Dienstreise in Malaysia. In Penang verzichte ich auf das Besichtigungsprogramm und fahre auf eigene Faust nach Teluk Bahang Dam: ein Stausee ca. 30km vor der Stadt, auf dem die CCWC stattfinden soll. Es gibt eine perfekte Regattastrecke, fast 30 nagelneue Drachenboote liegen im Wasser, Zelte sind aufgebaut. Ich mache Fotos für die Paddler zu Hause, schaue mir noch Hotels im Stadtzentrum von Penang an und bespreche später mit unserer Agentur in Kuala Lumpur das „Rahmenprogramm“. Dieses Mal ist es die Maschine der Thai Airways von Bangkok nach Penang, die fest in unserer Hand ist. Fast 90 Paddler aus Magdeburg, Schwerin und die Elb Meadow Masters aus Dresden landen mit ihr am Abend in Penang. Uns erwarten 3 Reisebusse und 2 Kleintransporter für Paddel und Gepäck und 40 bezugsfertige Doppelzimmer im Cititel**** Hotel.

Es gibt zur Einstimmung auf die Wettkämpfe ein Abendbuffett im Eastern & Oriental Hotel für Alle. Es gibt in der Hotellobby 2 Flipcharts, auf denen die Teamchefs die Mannschaftsmitglieder über die jeweilige Zeitplanung an den Wettkampftagen informieren können. Einen Reisebus, der permanent für uns zwischen Hotel und Regattastrecke pendelt und für die Elb Meadow Masters habe ich noch ein „Support Car“ angemietet: damit bringe ich jeden Tag einen Kofferraum voll mit Obst und Wasser mit zu den Wettkämpfen.

Jeden Abend „feiern“ wir mit den Sportfreunden ein Wiedersehen – auf dem Nachtmarkt mit gefühlt 100 Imbissständen, der direkt vor unserem Hotel stattfindet. Und ziemlich beste Kunden sind wir auch jeden Abend im „Seven Eleven“ Shop ein paar Meter weiter: der indische Betreiber des Shops darf auch Bier und Wein verkaufen, was Malaien per Gesetz untersagt ist.

Die Wettkämpfe sind exzellent organisiert und sehr gut besetzt. Als Senior mixed Team können wir uns mehrfach vor unseren Lieblingsfeinden aus Schwerin platzieren und über die 2000m gewinnen wir sogar Bronze. Aber zusammen mit eben diesen Lieblingsfeinden wird aus beiden Mannschaften ein Senior Woman Boot (die Uhuelben) und ein Senior open Boot (die Elbuhus) gebildet die ganz vorn mitmischen können und mehrere Medaillen gewinnen. Das für mich tollste Rennen sind die 2000m open, das zur Mittagszeit stattfindet. Es ist ja gerade Regenzeit in Malaysia, gegen Mittag kommt starker Wind und Regen auf und es bilden sich starke Wellen auf dem Teluk Bahang Dam.

Kaum haben wir abgelegt, steht auch schon das Wasser bis zum Süllrand im Boot. Also werden noch schnell einige Schöpfeimer eingeladen, das Boot trocken getupft und dann geht es los. In der Wende kommt es zu dramatischen Szenen, Sturm und Wellen setzten vielen Mannschaften arg zu. Mit einer Glanzleitung umschifft Olaf Wiefel, unser Steuermann und Teamchef, gekonnt alle kreuz und quer fahrenden Konkurrenten und auch eine heftige Kollision nach der Wende kann uns nicht aufhalten.

Lutze von den Domfelsen schöpft im Paddeltakt Wasser aus unserem  Boot (siehe 2:57min im Video) und so schaffen wir es tatsächlich - bis zu den Knien im Wasser sitzend - über die Ziellinie. Einige Teams u.a. aus Kanada und Australien haben nicht so viel Glück und sinken teilweise kurz vor dem Ziel. Das bedeutet am Ende Bronze für die Elbuhus: die schönste Medaille meiner“ Laufbahn“. Noch erfolgreicher sind die Uhuelben, die sogar Vizeweltmeisterinnen werden.

Nach der CCWC fliegt ein Teil der deutschen Teilnehmer nach Koh Samui zum Baden, andere erkunden noch ein paar Tage den Westen von Malaysia, insbesondere den wunderschönen Taman Negara Nationalpark – das angeblich älteste Regenwaldgebiet der Welt. Und am Ende sind es noch einmal über 20 Personen, die mit uns noch eine Woche in Kambodscha verbringen, die gigantischen Tempel der Khmer besichtigen und mit der „rosaroten Gefahr“ die Provinz um den Tonle Sap See unsicher machen. Schön wars! https://www.youtube.com/watch?v=Id3s_uuOgXs

In Sabaudia, einem Küstenort nahe Rom, findet ebenfalls 2008 die Nationen - Europameisterschaft der Drachenboote statt. Teilweise kümmere ich mich auch um die Anreise per Flugzeug für die Sportler, aber viele verbinden die Eingenanreise per PKW oder Bus mit Aufenthalten am Gardasee und in der Toskana. Aber auch hier sind meine Hotelangebote für insgesamt ca. 100 Personen in Hotels und Bungalows auf Campingplätzen überzeugender als die Angebote der Ausrichter der EM.

2009

Auch 2009 gibt es viel zu tun – und zu paddeln. Die Nationen Weltmeisterschaft im Drachenboot des IDBF findet  - naja, zumindest teilweise  - in Prag statt. Für Teile des Deutschen Drachenbootverbandes und für das Senioren Nationalteam (zusammen 60 Personen) organisieren wir die Unterkünfte in der Goldenen Stadt: denn an der eigentlichen Regattastrecke in Racice (ca. 1 Autostunde von Prag entfernt) stehen nur eingeschränkte Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch Dresdner Sportfreunde haben sich für die Nationalteams qualifiziert und bringen 5* Silber und 3* Bronze mit nach Hause.

Für das Team Team OWL United aus Herford organisiere ich die Teilnahme an der Drachenboot Weltmeisterschaft des ICF in Ulsan/ Südkorea. Ausgerechnet in Korea haben wir keine eigene Partneragentur und die Sprachbarrieren vor Ort sind deutlich. Die koreanischen Hotels treffen nicht jeden Geschmack und die Informationen zum Wettkampf vorab seitens des ICF und des Deutschen Kanuverbandes sind auch mehr als spärlich. Am Ende rufe ich in der Zentrale des ICF in Lausanne an, um die nötigen Informationen und Termine zu bekommen….und das Team OWL United fliegt mit der koreanischen Airline Asiana über Seoul nach Ulsan und kommen mit gemischten Gefühlen zurück.

Die Elb Meadow Masters aus Dresden reisen nach Budapest, wo die European Club Crew Champions stattfinden. Wieder einmal ist mein Angebot überzeugender als das des IDBF. Das Hotel ist besser und billiger, man kann zur Regattastrecke und auch ins Stadtzentrum laufen: und Besichtigungstouren in der Stadt und eine Weinverkostung mit “ Zigeunerabend“ in Eger gibt es natürlich auch. Und außerdem gewinnen wir gegen die sehr starken Senioren - Teams aus Ungarn, Tschechien und Russland 2* Silber auf der Lágymányosi Bay, der Regattastrecke nahe der Innenstadt.

2010

2010 geht es zuerst nach „Mainz wie es singt und lacht“ zu den Deutschen Meisterschaften im Drachenboot des DDV. Wieder einmal bekommt der DDV keine richtige Regattastrecke seitens des Kanuverbandes sondern muss sich mit einem alten Industriehafen in der Innenstadt begnügen.  Und trotz aller Bemühungen des Mainzer Wassersportvereins, der die Meisterschaft ausrichtet, sind es keine Bedingungen, die einer Deutschen Meisterschaft würdig sind. Unser (wieder mal preiswerter und besser) gemeinsames Regattahotel kann das auch nicht aufwiegen.

Bald danach sitzen wieder mehrere deutsche Drachenbootmannschaften mit uns im Flieger und es geht wieder nach Asien: zu den Club Crew World Championships in Macau. Leider finden die Wettkämpfe wieder in unserem Sommer statt: das bedeutet in Asien eben in der Regenzeit. Ich stelle mehrere Reisevarianten für die Wettkampfteilnehmer aus Schwerin, Magdeburg und Dresden zusammen und vor Ort haben dann völlig zufällig noch andere deutsche Teams unser Luxushotel für die Wettkämpfe gebucht. Gehzeit bis zur Regattastrecke ca. 20min – immer schön an diversen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten und Parks vorbei. Es gibt Ausflüge in Macau und Hongkong, ein gemeinsames Abendessen für Alle im Macau-Tower, der direkt an der Regattastrecke steht und auch diverse Spielcasinos wie z.B. das Lisboa sehen wir von innen. Die Reisezeit ist wie gesagt nicht optimal, so finden  sich die Sportler nach den Wettkämpfen, bei denen es für uns selbst nur zu 4ten und 5ten Plätzen reicht, zu verschiedenen „Reisegruppen“ zusammen. Es gibt eine Gruppe von ca. 20 Personen, die nach Hanoi fliegen und mit unserer Agentur in Vietnam eine Rundreise  unternehmen.

Eine andere 20köpfige Gruppe fliegt nach Bali und lustwandelt auf der „Götterinsel“ rund um die Vulkanriesen. Mit 2 Freunden fliegen meine Frau und ich als „Minigruppe“ nach Borneo – genauer nach Sabah.

2011

Auch 2011 wird gepaddelt und gereist: wenn auch in völlig verschiedene Gegenden und Kontinenten.

Die Elb Meadow Masters nehmen an den European Club Crew Champions in Kiew/ Ukraine teil. Die Organisation vor Ort erinnert ein wenig an die EM in Petersburg 2007 wobei die Regattastrecke Obolon wirklich schön ist. Von unserem Hotel "Rus" aus sind es nur wenige Schritte bis in die Altstadt auf den Chreschtschatyk, die Pracht- und Flaniermeile der Kiewer. Meine Organisation klappt reibungslos, selbst unvorhergesehene Sachen wie ein ausserplanmäßiger Start auf der Langstrecke über 2000m am Sonntagmorgen um 06:30 Uhr ist lösbar. Wir bewundern die Baudenkmäler der wunderschönen Stadt am Dnepr, machen Spaziergänge durch Szeneviertel und zum Höhlenkloster, besichtigen die Andreaskathedrale und den "Freundschaftsbogen" hoch über dem Dnepr - Ufer.

Für die Sportler, die für das deutsche Nationalteam für die Weltmeisterschaft der Drachenboote qualifiziert sind, geht es in diesem Jahr nach Florida, nach Tampa. Auch hier vertrauen mir knapp 30 Sportler Ihre Reiseorganisation an - neben den Flügen über den großen Teich sind Unterkünfte, Mietwagen und durchorgansierte Rundreisen mit dem PKW von den Everglades bis nach Key Largo der Wunsch der Reisenden. Oft geht es mit einem Gabelflug von Miami oder von Orlando nach Hause.

Im September 2011 gehen auch die "United German Dragons" wieder auf Reisen. Wir starten bei internationalen Drachenbootfestival in Istanbul...und haben jede Menge Spaß und belegen den 2ten Platz! Erfahrungsbericht....

Ein Sportfreund bittet mich, ein Trainingslager der "Nibelungen" in unserem Verein in Dresden zu ermöglichen. Die Nibelungen wollen als deutsches Nationalteam im Drachenboot bei den "World Police & Fire Games" in New York starten. Die World Police & Fire Games sind ursprünglich als Vergleichswettkampf von Feuerwehrleuten und Polizisten weltweit entstanden und es wurden vorrangig solche Wettkämpfe durchgeführt, wie sie im normalen Berufsleben von Rettungssanitätern, Feuerwehrleuten, Tauchern oder eben Polizisten auch stattfinden. Retten, Bergen, Schützen - mit der Waffe, mit Suchhunden, unter Schutzbekleidung oder auch beim Marathonlauf. Die erstmals ausgeschriebenen Drachenboot - Wettkämpfe für die Nibelungen in New York City/ Stadtteil Queens werden auf Grund eines Wirbelsturms abgesagt, die Reise findet nicht statt.

Ende 2011 endet auch unser persönliches Engagement als Paddler bei den Elb Meadow Masters. Nach den Ergebnissen der CCWC in Kiew beschließt das Team, ab sofort im Bereich Senior B (> 50 Jahre) zu starten, dazu fehlen uns ein paar Jahre.

2012

Die Club Crew World Championships (CCWC) 2012 finden in Hongkong statt, wo das erste Drachenbootfestival weltweit überhaupt initiiert wurde und an dessen "paddlers handbook" sich noch heute Sportler weltweit beim Training orientieren. Auch dieses Mal greifen mehrere deutsche Teams auf unsere Organisationserfahrungen zurück: am Ende sind es knapp 120 Sportler aus Deutschland und der Schweiz, die mit TobaTours nach Asien fliegen. Gut 3/4 der Personen haben wir im "Kimberley" Hotel in Kowloon untergebracht, das Büro unserer Agentur ist im Gebäude gegenüber. Auf dem 800m langen Weg zur Regattastrecke liegen Supermärkte, Metrostationen, Imbisstände: also alles ganz easy und bequem. Ich arbeite wieder je nach Interessenlage verschiedene Reisevarianten für die Sportler aus. Es gibt eine Variante, die einen 3 tägigen Stopover mit Besichtigungsprogramm in Peking beinhaltet.

Es gibt Sportler, die nach der WM weiter nach Bali fliegen und eine kleine Rundreise mit einer Badeverlängerung in Westbali verbinden. Und es gibt Sportler, die nach den Wettkämpfen kreuz und quer durch China reisen.

Die "United German Dragons" fliegen in diesem Jahr nach Dublin/ Irland und nehmen am Dublin International Dragonboatfestival statt. Neben der "Besichtigung" der Temple Bar in Dublin und dem Cliffs of Moher durchstreifen wir die Grüne Insel auf dem River Shannon: und haben dazu 4 große Hausboote angemietet. Eine wunderschöne Art und Weise, Irland kennenzulernen - und von den perfekt ausgestatteten Marinas am Shannon kann sich so manche Tourismuszentrale in Deutschland eine Scheibe abschneiden. Wir gehen wandern und baden, angeln und besichtigen und erinnern uns immer wieder gern an den herzlichen Empfang in Dublin durch die Plurabelle Paddlers, ein Damen - BCS Team (breast cancer survievors).